Von der Bergstraße über die Rheinebene bis in den Odenwald: 21 Malerfachbetriebe aus 16 Gemeinden im Verzeichnis. Betriebe vergleichen, Schwerpunkte prüfen, kostenlos Angebote einholen.
Der Rhein-Neckar-Kreis ist der bevölkerungsreichste Landkreis Baden-Württembergs und umschließt Heidelberg, ohne die Stadt selbst zu enthalten. Für Malerarbeiten ist er deshalb kein einheitlicher Markt, sondern zerfällt in vier Räume mit ganz eigenen Anforderungen. Im Norden liegt die Bergstraße mit Weinheim, Hemsbach, Schriesheim und Dossenheim: Fachwerk, Sandstein, Weinbauorte am Hang und viel bewitterte Nordfassade. Hier arbeiten Betriebe fast durchgehend mit diffusionsoffenen Kalk- und Silikatsystemen, weil dichte Beschichtungen auf historischem Putz Feuchte einschließen.
Westlich davon, in der Rheinebene um Schwetzingen, Oftersheim, Ketsch und Hockenheim, ist das Bild ein anderes. Dort dominieren Wohnquartiere der Nachkriegsjahrzehnte, Gewerbeflächen und eine hohe Grundfeuchte in Kellern und erdberührten Bauteilen. Entsprechend häufig gehören Bautrocknung, Schimmelsanierung und Betoninstandsetzung zum Leistungsspektrum der Betriebe. Eine Sonderrolle spielt Schwetzingen: Rund um Schloss und Schlossgarten ist die Fassadenfarbe eine Frage des Ortsbilds und nicht des persönlichen Geschmacks.
Der südliche Kreis mit Leimen, Nußloch, Sandhausen, Wiesloch und Walldorf ist der wirtschaftsstärkste Teil. Die Nachfrage verschiebt sich hier merklich Richtung hochwertiger Oberflächen: glatte Untergründe in Q3 und Q4, fugenlose Designflächen, gestaltete Wände. Mehrere Betriebe verbinden das Malerhandwerk inzwischen mit Energieberatung, weil Fassadendämmung und Anstrich ohnehin zusammen geplant werden. Im Osten schließlich, im Kraichgau um Sinsheim und im Neckartal um Eberbach, geht es zurück zum Bestand: massive, ungedämmte Außenwände, viel Holz, lange Wege und ein Klima, das Fassaden schneller altern lässt als in der Ebene.
Wer im Rhein-Neckar-Kreis ein Angebot einholt, sollte zwei Dinge im Blick behalten. Erstens: Der Preis pro Quadratmeter sagt wenig, solange der geplante Aufbau nicht beschrieben ist. Gerade bei Fassaden entscheidet die Vorbereitung, also Reinigung, Rissbehandlung, Grundierung, über die Standzeit, nicht der Deckanstrich. Ein gutes Angebot weist diese Positionen getrennt aus, ebenso das Gerüst.
Zweitens: Die Wege im Kreis sind kurz. Ein Betrieb aus Nußloch fährt problemlos nach Leimen, einer aus Oftersheim nach Hockenheim. Beschränken Sie den Vergleich deshalb nicht auf die eigene Gemeinde, sondern beziehen Sie zwei bis drei Nachbarorte mit ein. Nur in Eberbach ist das anders: Das Neckartal trennt die Stadt vom Rest des Kreises, dort sind ortsansässige Betriebe fast immer die wirtschaftlichere Wahl.
16 Orte mit gelisteten Betrieben
Die Zahl in Klammern nennt die aktuell im Verzeichnis geführten Betriebe mit eigenem Standort in der jeweiligen Gemeinde. Weitere Orte des Kreises kommen laufend dazu.
Abdeckung durch die gelisteten Betriebe
Grundlage sind die Leistungsbereiche, die die Betriebe auf ihren eigenen Seiten ausweisen. Richtwerte 2026: Innenanstrich 8-16 €/m², Fassade 18-35 €/m², Tapezieren 10-18 €/m². Details im Kostenüberblick.
21 Fachbetriebe
Aktuell führen wir 21 Malerfachbetriebe aus 16 Gemeinden des Rhein-Neckar-Kreises. Aufgenommen wird nur, wer einen nachweisbaren eigenen Standort im Kreis hat, Anschrift und Leistungsspektrum stammen von den Betrieben selbst. Der Eintrag ist für Betriebe kostenfrei und die Anfrage für Auftraggeber unverbindlich.
Als bundesweite Richtwerte 2026 gelten 8 bis 16 Euro pro Quadratmeter für den Innenanstrich, 18 bis 35 Euro für die Fassade und 10 bis 18 Euro für Tapezierarbeiten. Im Rhein-Neckar-Raum liegen die Preise wegen der hohen Auslastung eher am oberen Ende dieser Spannen. Verbindlich ist immer nur ein Angebot mit Aufmaß vor Ort.
Fast immer. Der Rhein-Neckar-Kreis ist dicht besiedelt und die Wege sind kurz, die meisten Betriebe arbeiten im Umkreis von 20 bis 30 Kilometern. Es lohnt sich deshalb, Angebote aus mehreren Nachbargemeinden zu vergleichen statt nur aus dem eigenen Ort.
Nein. Heidelberg und Mannheim sind kreisfreie Stadtkreise und liegen nicht im Rhein-Neckar-Kreis, auch wenn der Kreis beide Städte umschließt beziehungsweise an sie grenzt. Für beide Städte führen wir eigene Verzeichnisseiten, die Betriebe arbeiten in der Praxis über die Grenze hinweg.
Sie öffnen das Profil eines Betriebs, beschreiben Ihr Projekt im Formular und senden die Anfrage ab. Wir leiten sie an den Betrieb weiter, es fällt keine Vermittlungsgebühr an. Ob und zu welchen Konditionen ein Angebot zustande kommt, klären Sie direkt mit dem Betrieb.
Beschreiben Sie Ihr Projekt und erhalten Sie Angebote von Malerbetrieben aus Ihrer Gemeinde und den Nachbarorten, unverbindlich und ohne Vermittlungsgebühr.